Pflegehilfsmittel

Die Kosten für Pflegehilfsmittel übernimmt die Pflegekasse, wenn ein Pflegegrad besteht.

Pflegehilfsmittel sollen pflegebedürftigen Menschen und den pflegenden Personen den Alltag erleichtern, Beschwerden lindern oder eine selbstständige Lebensführung ermöglichen. Pflegehilfsmittel sind beispielsweise Bettschutzeinlagen, Einmal-Handschuhe oder Hausnotrufsysteme. Für Pflegehilfsmittel gibt es einen Pflegekassen-Zuschuss.

Pflegehilfsmittel müssen nicht ärztlich verordnet werden. Es reicht aus, wenn Sie einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Pflegekasse stellen und kurz mitteilen, welche Pflegehilfsmittel benötigt werden. Die Pflegekasse prüft (ggf. durch den Besuch einer Pflegefachkraft oder den MDK) den Bedarf und bewilligt das entsprechende Pflegehilfsmittel.


Pflegekassen-Zuschuss

Technische Pflegehilfsmittel

Technische Pflegehilfsmittel, wie beispielsweise Pflegebetten, Pflegerollstühle oder Hausnotrufsysteme, werden Ihnen vorrangig leihweise zur Verfügung gestellt. Die Kasse kümmert sich um die Anpassung, Instandsetzung, und falls nötig um eine Ersatzbeschaffung. Als volljähriger Versicherter übernehmen Sie einen finanziellen Eigenanteil von zehn Prozent der Kosten, höchstens jedoch 25 Euro je technisches Pflegehilfsmittel. Achtung: Bei einigen Kassen tragen Sie die Kosten in voller Höhe selbst, wenn Sie das technische Pflegemittel ablehnen, das Ihnen überlassen wird.

 

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

Neben technischen Hilfsmitteln gibt es auch Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, zum Beispiel Bettschutzeinlagen, Einmal-Handschuhe oder Desinfektionsmittel. Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für derartige Pflegehilfsmittel bis zu einem Höchstbetrag von 40 Euro im Monat.

 

So beantragen Sie Pflegehilfsmittel

Wer einen Pflegegrad hat, kann monatliche Pflegehilfsmittel zuzahlungsfrei bestellen.

Hinweis: Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel besteht erst ab dem Tag, an dem die Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde (das heißt im Klartext: Ab dem Tag, an dem der Pflegegrad genehmigt wurde).

  • Sie können bei vielen Kassen Pflegehilfsmittel online beantragen, wenn der Pflegegrad bereits genehmigt wurde.
  • Wenn Sie erst in der Beantragungsstufe sind, können Sie dem MDK während des Begutachtungstermines mitteilen, welche  Pflegehilfsmittel Sie benötigen.

Hinweis: Badumbauten werden ebenfalls bezuschusst. Diese Umbauten greifen aber nachhaltig in die Bausubstanz ein. Liegt ein Pflegegrad vor, können bis zu 4000 Euro für Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragt werden, pro im Haushalt lebender, pflegebedürftiger Person. Sind also beide Eltern pflegebedürftig, können 8000 Euro beantragt werden.


Tipps:

  • Sobald Sie wissen, welche zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Sie benötigen, können Sie auch Firmen beauftragen, die notwendigen Pflegehilfsmittel jeden Monat nach Hause zu liefern. Damit fällt das lästige Nachbestellen der Pflegehilfsmittel weg.
  • Kranke bezahlen häufig Hilfsmittel wie Rollatoren oder Einlagen und spezielle Schuhe aus eigener Tasche, weil sie nicht wissen, dass sie bei nachgewiesenem Bedarf einen Anspruch darauf haben. Sparen Sie Geld und lassen Sie alle Hilfsmittel von der Krankenkasse  genehmigen.