Zuschüsse für ein selbstbestimmtes Leben

Hilfsmittel

Hilfsmittel sollen den Erfolg einer Krankenbehandlung sichern, einer drohenden Behinderung vorbeugen oder eine Behinderung ausgleichen (§ 33 Abs. 1 SGB V).

Zu den Hilfsmitteln gehören Rollatoren und Rollstühle, ebenso Hörhilfen, Sehhilfen, Körperersatzstücke (etwa Handprothesen) oder auch Kompressionsstrümpfe und andere Hilfsmittel, die im Einzelfall medizinisch erforderlich sind. Nur dann dürfen die Krankenkassen die Kosten der Hilfsmittel übernehmen.

Hilfsmittel sind ausschließlich bewegliche Gegenstände. Das bedeutet, dass weder Dienstleistungen noch behindertengerechte Umbauten von Immobilien, etwa der Umbau der Wanne zur Dusche, dazugehören.

Bei Gegenständen, die jeder Mensch im täglichen Leben braucht und die gleichzeitig dem Ausgleich einer Behinderung oder der Sicherung der Behandlung dienen ‒ wie zum Beispiel orthopädische Schuhe ‒ wird ein Eigenanteil angerechnet.


Pflegehilfsmittel

Bei Pflegehilfsmitteln handelt es sich um Geräte und Sachmittel, die zur häuslichen Pflege notwendig sind. Sie sollen die Pflege erleichtern, dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern, oder dem Pflegebedürftigen eine selbstständige Lebensführung ermöglichen (beispielsweise Einmal-Handschuhe, Betteinlagen). Sie werden von der Pflegeversicherung genehmigt. Voraussetzung ist, dass Pflegebedürftigkeit gegeben ist. Sie benötigen daher einen  Pflegegrad, um Pflegehilfsmittel beantragen zu können.

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel bis zu einem Höchstbetrag von 40 Euro im Monat. Zusätzlich können auch technische Pflegehilfsmittel, wie ein Hausnotrufsystem oder Pflegebett, beantragt werden.


Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Pflegebedürftige, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, können bei ihrer Pflegekasse einen Antrag auf einen Zuschuss für eine Verbesserung des Wohnumfelds stellen. Pflegebedürftige im Pflegegrad 1, die keinen Anspruch auf Pflegegeld und Pflegesachleistungen haben, können ebenfalls einen Zuschuss für Wohnraumanpassung beantragen.

Die Pflegeversicherung übernimmt bis zu 4.000 Euro pro Vorhaben. Leben mehrere Pflegebedürftige gemeinsam in einer Wohnung, können sie bis zu 16.000 Euro pro Umbau erhalten.