Zuhause betreut wohnen


Unterstützung der Eltern im Alltag

Wir alle werden älter. Probleme, die wir in jungen Jahren problemlos und schnell  lösen konnten,  bringen uns dann aus dem Gleichgewicht. Kleine häusliche Pannen, die noch vor ein paar Jahren nicht der Rede wert waren, belasten ältere Menschen stark. Entscheidungen werden hinausgeschoben, einfache Erledigungen verkompliziert und jeder Arbeitsschritt dauert lange.

 

Die Alltagsstruktur darf möglichst nicht gestört werden, sonst geht gar nichts mehr. Es hat noch nichts mit Pflegebedürftigkeit zu tun, wenn Alltagsarbeiten die Eltern belasten, sie eigentlich aber noch ganz rüstig und geistig fit sind.

 

Hier können Helfer, wie eine Putzkraft, ein Gärtner und ein Fahrdienst die Eltern - und auch Kinder, die sich verantwortlich fühlen - gut entlasten. Die Organisation der Hilfskräfte muss in vielen Fällen von den Kindern übernommen (und vielleicht auch bezahlt) werden. Liegt Pflegegrad 1 vor, kann eventuell der Entlastungsbeitrag für die Unterstützung im Haushalt genutzt werden.


Unterstützung im Alltag finden:

  • Die einfachste Suche ist natürlich die im Freundes- oder Bekanntenkreis. Vielleicht hat in der Umgebung schon jemand eine vertrauenswürdige Haushalts- und/oder Gartenhilfe.
  • Es gibt auch Portale, die bei der Organisation helfen können,  wie beispielsweise:
    www.betreut.de, www.haushelden.de, www.zeitreicher.de, www.hausengel.de, www.homeinstead.de
  • Auch Städte und Gemeinden bieten auf ihren Webseiten unter "Soziales & Gesundheit" eine Seniorenhilfe an.
  • Siehe auch:
    Unterstützung im Alltag ohne Pflegegrad
    Alltagsbegleiter (mit Pflegegrad)
    Behandlungspflege

Wohnung anpassen - Barrieren reduzieren

Nicht jeder wird zum Pflegefall, aber die Beweglichkeit lässt im Altern nahezu bei jedem Menschen nach. „Daheim bleiben geht meist nur, wenn man dort etwas verändert“, erklärte Alfred Räumer, Leiter von Badbarrierefrei München. Die Erfahrung zeige, dass die meisten Menschen alles so behalten wollen, wie sie es kennen. Sie scheuen Veränderungen und haben Angst vor Kosten und dem Renovierungsaufwand, sagte er. Dabei gäbe es viele Möglichkeiten des altersgerechten Umbaus sowie Finanzierungsmöglichkeiten. Oft helfen schon angepasste Möbel wie höhenverstellbare Betten oder Schränke und ein Bad mit einer geräumigen, begehbaren Dusche.

In den meisten Fällen lassen sich Barrieren in Wohnungen mit zielgerichteten Teilsanierungen stark reduzieren. Liegt ein Pflegegrad vor,  wird der Umbau sogar gefördert. Haben beide Elternteile einen Pflegegrad, lässt sich mit dem Zuschuss für Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen ein Treppenlift einbauen und die Wanne zur Dusche umbauen.


24-Stunden- Betreuung

Mit 24-Stunden-Betreuung oder 24-Stunden-Pflege zu Hause verbinden die meisten Menschen, dass eine Frau aus einem osteuropäischen Land in Deutschland im Haushalt älterer Menschen wohnt, um sie pflegerisch und hauswirtschaftlich zu versorgen und zu unterhalten.

Das bedeutet aber nicht, dass die osteuropäischen Helferinnen rund um die Uhr arbeiten. Für die Betreuungskraft gelten die gleichen Arbeitsvorschriften, wie für jeden Arbeitnehmer, der in Deutschland beschäftigt ist. Der Begriff „24-Stunden-Betreuung“  steht eigentlich für eine Erreichbarkeit rund um die Uhr. Zutreffender wäre die Bezeichnung „Betreuung in häuslicher Gemeinschaft“ (BihG). Die hat sich allerdings bisher nicht im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert.

Die Leistungen einer 24-Stunden-Betreuung

Hauswirtschaftliche Tätigkeiten

Die ausländischen Betreuungskräfte oder Haushaltshilfen führen hauswirtschaftliche Tätigkeiten durch und helfen den Pflegebedürftigen beispielsweise beim Einkaufen, Kochen, Putzen und fahren sie eventuell mit dem Auto zu Terminen und Arztbesuchen.

 

Grundpflege

Betreuungskräfte helfen dem pflegebedürftigen Menschen bei der Grundpflege. Dazu gehören: Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen usw.), Toilettengang (Blasen- und Darmentleerung), Aus- und anziehen, Kochen und Hilfe bei der Nahrungsaufnahme. Dagegen müssen alle Tätigkeiten der medizinischen Behandlungspflege (z. B. Blutdruckmessen, Kompressionsstrümpfe an- und ausziehen, Spritzen geben) durch eine examinierte Pflegekraft oder einen ambulanten Pflegedienst durchgeführt werden. Diese Aufgaben darf die ausländische Betreuungskraft nicht übernehmen.

Wichtig: Medizinische Behandlungspflege wird vom Arzt verordnet und ist eine Leistung der Krankenkasse.
Man braucht keinen Pflegegrad, um Behandlungspflege zu erhalten!

So funktioniert die 24-Stunden-Betreuung, Leistungen und Kosten >>