Reha (Rehabilitationsmaßnahme)

Zuständigkeit Krankenkasse oder Rentenversicherungsträger

Die Rehabilitation umfasst gezielte diagnostische und therapeutische Leistungen. Diese sollen die körperlichen und seelischen Folgen der Erkrankung mildern beziehungsweise beseitigen helfen. Ziel ist die Rückführung in ein selbständiges Leben.


Anschlussrehabilitation (AHB)

Die Anschlussrehabilitation (AHB) ist eine ambulante oder stationäre Leistung zur medizinischen Rehabilitation. Diese Leistung kommt nur bei bestimmten Erkrankungen in Betracht (z.B Herzinfarkt) und schließt sich immer unmittelbar (spätestens 2 Wochen nach der Entlassung) an eine stationäre Krankenhausbehandlung an.

Das Krankenhaus stellt fest, ob die AHB erforderlich ist. Der Sozialdienst des Krankenhauses hilft Ihnen, den Antrag zu stellen.

 

Es gibt zwei Wege zur AHB:

  •  Sie werden direkt in die Rehabilitationseinrichtung verlegt, ohne dass die Entscheidung des Kostenträgers (Rentenversicherung oder Krankenversicherung) abgewartet werden muss.
  • Ist eine direkte Verlegung nicht möglich, werden Sie schnellstmöglich in die Rehabilitationseinrichtung verlegt, nachdem der Kostenträger (Rentenversicherung oder Krankenversicherung) kurzfristig über den Antrag entschieden hat.


Reha - Rehabilitation nach Krebserkrankungen

Onkologische Rehabilitationsleistungen können als Anschlussrehabilitation, also unmittelbar nach der Krankenhausbehandlung, beantragt werden. Die ambulante oder stationäre Erstbehandlung muss vorher abgeschlossen sein.

Folgende Punkte gilt es zu beachten:

  •  Eine entsprechende Diagnose muss vorliegen.
  • Die Erstbehandlung (operative Behandlung oder Strahlentherapie) muss abgeschlossen sein.
  • Die körperlichen, seelischen, sozialen oder beruflichen Behinderungen, die durch die Erkrankung entstanden sind, müssen therapierbar beziehungsweise positiv zu beeinflussen sein.
  • Der Patient muss für die onkologische Rehabilitation ausreichend belastbar sein.

Bei der Antragstellung müssen Versicherte im erwerbsfähigen Alter während der letzten 2 Jahre mindestens für 6 Kalendermonate Pflichtbeiträge gezahlt haben. Die Prüfung der Voraussetzungen erfolgt durch den jeweils zuständigen Rentenversicherungsträger.

Auch nichtversicherte Ehe- oder Lebenspartner, Hinterbliebene oder Kinder können Rehabilitationsleistungen erhalten.  Die gesetzliche Rentenversicherung erbringt ebenfalls Leistungen für erkrankte Personen, wenn diese bereits eine Rente (zum Beispiel eine Altersrente oder eine Erwerbsminderungsrente) beziehen.

Weitere Infos unter: www.deutsche-rentenversicherung.de


Kostenübernahme - wer zahlt was?

Die gesetzliche Krankenkasse oder die Rentenversicherung zahlt normalerweise die Reha oder AHB. Es gibt jedoch insgesamt sieben Kostenträger. Dazu gehören:

  • Bundesagentur für Arbeit
  • Gesetzliche Rentenversicherung und Alterssicherung der Landwirte
  • Gesetzliche Krankenversicherung
  • Gesetzliche Unfallversicherung
  • Kriegsopferversorgung und Kriegsopferfürsorge
  • Träger der öffentlichen Jungendhilfe
  • Träger der (öffentlichen) Sozialhilfe

Wer sich nicht sicher ist, welche Stelle für den Antrag zuständig ist, sendet den Antrag einfach an die Krankenkasse oder Rentenversicherung. Diese wird ihn gegebenenfalls an die richtige Stelle weiterleiten.

Sie können den Antrag auch an einer Reha-Service Stelle abgeben. Auf den Internetseiten des Deutschen Rentenversicherungsbundes erfahren Sie, wo es Reha-Servicestellen gibt: www.reha-servicestellen.de

 

Ihr zuständiger Versicherungsträger übernimmt die Kosten für Reise, Unterkunft, Verpflegung, ärztliche Betreuung, therapeutische Leistungen und medizinische Anwendungen. An diesen Kosten müssen Sie sich beteiligen, aber nur, wenn Sie eine stationäre Leistung in Anspruch nehmen. Die Zuzahlung beträgt höchstens 10 Euro pro Tag für längstens 42 Tage, bei einer Anschlussrehabilitation für längstens 14 Tage im Kalenderjahr. Wenn Sie in einem Jahr bereits Rehabilitationsleistungen in Anspruch genommen haben, werden alle Tage der Zuzahlung berücksichtigt und gegenseitig angerechnet.

 


Kosten, die selbst übernommen werden müssen

Für die stationäre Reha sind folgende Zuzahlungen (Eigenleistungen) gesetzlich vorgeschrieben:

  • 10 Euro pro Tag
  • für längstens 42 Tage
  • wird die Rehabilitation als AHB (Anschlussheilbehandlung) durchgeführt, beträgt die Zuzahlungsdauer nur 14 Tage.

Die Zuzahlung ist von der jeweiligen Einkommenssituation abhängig. Viele Patienten können sich ganz oder teilweise vom Rentenversicherungsträger davon befreien lassen.


Info Links:

Medikamente und Hilfsmittel vom Krankenhaus verordnen lassen.

Pflegebedürftigkeit mit Pflegegrad - (langfristige Pflegebedürftigkeit)

Pflegegrad beantragen - Zuständigkeit Pflegekasse, Ansprechpartner bei der jeweiligen Krankenkasse