Vollstationäre Pflege

(langfristige Pflegebedürftigkeit) - Zuständigkeit Pflegekasse

Der Anspruch auf vollstationäre Pflegeleistungen besteht für Pflegebedürftige in den Pflegegraden 2 bis 5, wenn die häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist. Durch Leistungen der vollstationären Pflege werden Pflegebedürftige unterstützt, die in einem Pflegeheim leben.

Folgende Kriterien können für eine stationäre Unterbringung sprechen:

  • Fehlen einer Pflegeperson
  • drohende oder bereits eingetretene Überforderung der Pflegepersonen
  • drohende oder bereits eingetretene Verwahrlosung des Pflegebedürftigen
  • Eigen- oder Fremdgefährdungstendenzen des Pflegebedürftigen
  • räumliche Gegebenheiten im häuslichen Bereich, die keine häusliche Pflege ermöglichen und durch Maßnahmen im individuellen Wohnumfeld nicht verbessert werden können

Es werden nur pflegebedingte Aufwendungen einschließlich der Aufwendungen für die Betreuung und die Leistungen der medizinischen Behandlungspflege in pauschalierter Form übernommen (siehe Tabelle).

Damit der Eigenanteil, den die Pflegebedürftigen oder die Sozialhilfeträger zahlen müssen, nicht mit der Schwere der Pflegebedürftigkeit steigt, sind ab dem Jahr 2017 in den Pflegegraden 2 bis 5 gleichbleibende Beträge für die nicht von der Pflegekasse gedeckten Kosten vorgesehen (sogenannte Hotelkosten, Fachbegriff: Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil = EEE.


Zahlungen der Pflegekasse

Pflegegrad


1


2


3


4


5


Leistungen bei vollstationärer Pflege

Maximale Leistungen pro Monat in Euro


Zuschuss in Höhe von 125 Euro monatlich


770


1.262


1.775


2.005



Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Eigenleistungen

Kosten für Unterkunft und Verpflegung bei stationärer Unterbringung (Hotelkosten)

Bei einer Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung  übernimmt die Krankenkasse normalerweise nur die Kosten für pflegebedingte Aufwendungen, die soziale Betreuung und die Aufwendungen für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege.

 

Die Kosten für die Entgeltbestandteile "Unterkunft", "Verpflegung" und "Investitionskosten" müssen selbst bezahlt werden. Wie hoch der zu zahlende Eigenanteil ist, erfahren Sie bei der jeweiligen Pflegeeinrichtung.

Hinweis: Diese Kosten können teilweise mit dem Entlastungsbeitrag abgedeckt werden.

 

Sollten Sie die verbleibenden Kosten nicht übernehmen können, wenden Sie sich bitte an den Ansprechpartner Ihrer Krankenkasse und 
beantragen Sie die Erstattung der Gesamtkosten gem. § 13 Abs. 3 SGB V, oder bitten Sie um Nennung einer geeigneten Einrichtung, in der der Eigenanteil den Zuzahlungsregelungen des § 61 SGB V unterliegt.


Leistung nur mit Pflegegrad (Pflegestufe)

Ob Heimpflege, Pflegegeld, 24 Stunden-Betreuung, Pflegehilfsmittel oder Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen -  diese Leistungen werden nur gewährt wenn ein Pflegegrad vorliegt. Hier erfahren Sie, wie Sie einen Pflegegrad beantragen können>>

HINWEIS:  Auf vielen Krankenkassen Webseiten finden Sie Antrags-Formulare zum Download.