Haushaltshilfe

Unterstützung ohne Pflegegrad

"Einen alten Baum verpflanzt man nicht", das sagt ein Sprichwort und es ist wahr: Die wenigsten Menschen möchten im Alter ihr gewohntes Umfeld verlassen. Hier kennen sie sich aus und es ist auch nicht mehr so leicht, neue soziale Kontakte zu knüpfen, wie in jungen Jahren. Wenn die Eltern ein großes Haus mit Garten nur noch schwer allein bewirtschaften können, müssen sie trotzdem nicht unbedingt ausziehen.

 

Hilfe und Unterstützung im Alltag lässt sich organisieren und ist meist günstiger als das betreute Wohnen in einer Einrichtung.

Um die passenden Helfer für Haus und Garten zu finden und zu organisieren, benötigen die Eltern meist die Unterstützung ihrer Kinder. Eine relativ neue Idee ist das Projekt "Wohnen für Hilfe".

Zu diesen Dienstleistungsportalen gehört beispielsweise www.betreute.de

Inzwischen haben sich zahlreiche professionelle Anbieter auf Hilfen und Haushaltshilfen für Senioren spezialisiert. Leider sind die Angebote nicht überall verfügbar. Sie konzentrieren sich meist auf Ballungszentren und größere Städte.



Eine kleine Checkliste kann helfen, den tatsächlichen Unterstützungsbedarf zu klären:

Können die Eltern:

  • alleine die Wohnung sauber halten
  • einkaufen
  • waschen
  • kochen, bzw. für eine gesunde Ernährung sorgen
  • den Garten pflegen
  • vorhandene Haustiere versorgen
  • selbst Auto fahren, oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen (sind sie mobil)
  • Reparaturen in Haus und Garten organisieren oder übernehmen
  • sich um die Wartung der Elektronik kümmern, wie Fernseher, Telefon, Mobiltelefon, Computer usw.
  • alleine Arztbesuche und sonstige medizinische Versorgung wahrnehmen

Schreiben Sie sich die Punkte auf, die nicht mehr ohne Hilfe bewältigt werden können.

 

Wer könnte unterstützen:

  • wohnen Verwandte in der Nähe, Geschwister, Kinder usw.?
  • kann jemand in die Nähe der Eltern umziehen?
  • gibt es helfende Studenten oder Nachbarskinder, die beispielsweise bei der Computernutzung unterstützen können?
  • bestehen gute Beziehungen zu den Nachbarn, kann hier jemand helfen?
  • gibt es gute Freunde und Bekannte der Eltern, die bei Bedarf einspringen können, wenn ja, wer?
  • gibt es Bekannte, die schon einen vertrauenswürdigen Gärtner oder eine Haushaltshilfe weiterempfehlen können?
  • gibt es Seniorenfahrdienste vor Ort? Taxiunternehmen haben manchmal Spezialangebote.
  • gibt es einen Seniorenberater/Hilfe in der Gemeinde - oder Stadtverwaltung?

 

Schreiben Sie hinter die Punkte, die nicht mehr ohne Hilfe bewältigt werden können, die vorhandene oder mögliche Unterstützung.

 

Welche Punkte bleiben offen?

Beispielsweise:

  • waschen - organisieren sie eine Wäscherei, die die Wäsche holt und zurück bringt
  • kochen, bzw. für eine gesunde Ernährung sorgen - gibt es einen Mittagstisch in der Nähe? Dort könnten die Eltern essen und soziale Kontakte pflegen. Sie können auch ein Essen auf Rädern organisieren.

Da das individuelle Umfeld und die Wünsche der Eltern ausschlaggebend sind, gibt es keine pauschalisierten Lösungen.

Benötigen Ihre Eltern Unterstützung während einer akuten Krankheit oder nach einem Krankenhausaufenthalt?
Dann finden Sie Informationen unter Übergangspflege oder Reha.

Müssen Barrieren im Bad reduziert werden und beispielsweise eine bodengleiche Dusche eingebaut werden? Hier finden Sie Informationen, wie sich das in wenigen Stunden bewältigen lässt.


Es gibt auch Dienstleister, die Sie beauftragen können, z.B.:

rheinperle.eu/haushaltshilfen/