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Osteuropäische Pflegekraft

Susa kommt aus Polen und wurde über eine Agentur vermittelt. Sie wohnt jetzt bei Albert Lang (Namen v.d. Redaktion geändert) in seinem kleinen Einfamilienhaus. Susa hilft dem pflegebedürftigen, 89 Jahre alten Mann im Alltag zurecht zu kommen. Osteuropäische Pflegekräfte ziehen bei den Senioren ein, helfen ihnen im Bad und beim Anziehen, kochen für sie, gehen einkaufen und waschen die Wäsche. Betreuungskräfte wie Susa sind mittlerweile für viele alte Menschen unersetzlich.

 

Wer diese Arbeit macht, muss sein eigenes Zuhause für viele Wochen aufgeben. Doch auch für die Senioren ist es nicht leicht, die Unterstützung anzunehmen. Schon allein sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht, ist schwer. Eine Fremde in seinem Haus zu dulden, in seiner Küche und sogar im Bad und auf der Toilette erst recht. Doch all diese Schwierigkeiten machen eines wett: Die Eltern können zu Hause wohnen und müssen nicht ins Altersheim.

 

Albert hat lange gebraucht, um sich daran zu gewöhnen, dass noch jemand im Haus lebt. Er ist halt von früher gewohnt, immer alles selbst zu machen. Susa wohnt oben, Albert unten. Dort sind die Zimmer und das Bad altersgerecht umgebaut. Albert möchte auch mit 89 Jahren noch was unternehmen und Kontakte pflegen. Susa fährt ihn zu seinen Skatbrüdern und zum Arzt. Sie hat gemeinsam mit Albert die Geschenke für die Enkelkinder besorgt und stellt ihm Tag für Tag morgens den Kaffee auf den Tisch und spielt abends "Mühle" mit Ihm.

 

Im Schnitt bleiben die osteuropäischen Betreuungskräfte für zwei Monate und fahren dann für genauso lange Zeit zurück in die Heimat. Ideal ist es, wenn sich immer zwei von ihnen abwechseln.

Hier erfahren Sie,  wie was die Betreuung durch eine osteuropäische Pflegekraft kostet und welche Zuschüsse möglich sind>>

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