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Übergangspflege (ohne Pflegegrad)

Wenn Menschen vorübergehend Pflege benötigen, ohne dass eine Pflegebedürftigkeit im Sinne der Pflegeversicherung vorliegt, zum Beispiel nach einer Operation oder aufgrund einer akuten schwerwiegenden Erkrankung.

Seit 1. Januar 2016 haben Versicherte für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen Anspruch auf Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung im Rahmen der häuslichen Krankenpflege sowie auf eine Haushaltshilfe. Reichen diese Leistungen nicht aus, besteht Anspruch auf Aufnahme in eine Kurzzeit-Pflegeeinrichtung für bis zu acht Wochen je Kalenderjahr. Die Krankenkasse beteiligt sich an den Kosten fürPflege, Betreuung und Behandlungspflege bis zu einem Betrag von jährlich 1.612 Euro. (Quelle: Bundeministerium für Gesundheit)

 

Die Übergangspflege muss bei der Krankenkasse beantragt werden. Die Krankenkasse gibt telefonisch Auskunft, ob ein spezielles Formular benötigt wird, oder ob ein Vordruck im Internet zum Download zur Verfügung steht. Bei Personen, die nach einem Krankenhausaufenthalt zur Kurzzeitpflege in ein Pflegeheim übergeben werden, wstellt meist der Sozialdienst des Krankenhauses den Antrag auf Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad.

 

Die Krankenkasse übernimmt nur die Kosten für pflegebedingte Aufwendungen, Aufwendungen der sozialen Betreuung sowie die Aufwendungen für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege. Die Kosten für die Entgeltbestandteile "Unterkunft" , "Verpflegung" und "Investitionskosten" müssen selbst bezahlt werden. Wie hoch der zu zahlende Eigenanteil ist, erfahren Sie bei der jeweiligen Pflegeeinrichtung.

 

Sollten Sie diese Kosten nicht übernehmen können, wenden Sie sich bitte an den Ansprechpartner Ihrer Krankenkasse und 
beantragen Sie die Erstattung der Gesamtkosten gem. § 13 Abs. 3 SGB V, oder bitten Sie um Nennung einer geeigneten Einrichtung, in der der Eigenanteil den Zuzahlungsregelungen des § 61 SGB V unterliegt.

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