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Thema Nr. 1 bei den Baby Boomern- die Eltern bauen ab

Eltern benötigen oft im Alter Hilfe, aber es fällt ihnen nicht leicht die Unterstützung ihrer Kinder anzunehmen.

Das hat verschiedene Gründe:

  1. Wer gibt schon gerne zu, dass er den Alltag nicht mehr ohne Hilfe meistern kann wenn er immer ein aktiver Mensch war?
  2. Ein Leben lang streben Menschen nach Selbständigkeit und Freiheit. Kaum ist man dann finanziell frei und hat keinen Verantwortung mehr für die Kinder und im Job, soll über den eigen Kopf hinweg entschieden werden- nur weil man körperlich nicht mehr so fit ist, aber noch völlig klar im Kopf. Kein erwachsener Mensch will sich sagen lasssen wo, wie und mit wem er wohnen und leben soll.
  3. Eltern wollen ihre Kinder nicht belasten. Sie wissen, das die sich um ihren Job und die eigenen Kinder kümmern müssen und wenig Zeit haben. Sie wollen ihren Kindern nicht auf der Tasche liegen, oder ihnen zur Last fallen.

Kinder sollten sich in die Situation ihrer Eltern versetzen, wenn diese ihre Hilfe nicht annehmen wollen. Eltern werden vielleicht hilfebedürftig, aber sie behalten die Entscheidungsfreiheit über ihr Leben und darüber was ihnen wichtig ist und was nicht.

Wenn es sie nicht stört, dass das Gras im Garten etwas länger wächst und sie mal eine Woche nicht staubsaugen möchten, sollten die Kinder das akzeptieren. Das heißt natürlich nicht, das es in Ordnung ist dabei zuzuschauen, wenn die Eltern verwahrlosen. Aber sie haben das Recht anders zu leben, als wir es uns vorstellen. Wenn also die mühsam angeheuerte Haushaltshilfe nach wenigen Tagen wieder weggeschickt wird und keine Begleitung zum Arzt erwünscht ist, werden wir das akzeptieren müssen. Das fällt schwer, denn wir gehören zu der Generation der Optimierer und Organisierer und geben nicht auf bis alles so läuft wie wir das geplant haben.

Es hilft sicher viel miteinander zu sprechen und gemeinsam mit den Eltern nach Lösungen zu suchen, die sie auch annehmen möchten.

 

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